Baumwollzweig

Unser Qualitätsversprechen: 

liebevolle Stoffe -

nachhaltig, ökologisch, fair,

frei von Chemikalien

Wir entwerfen die meisten unserer Motive selbst und sind sehr stolz darauf, diese auf hochwertigen Stoffen anbieten zu können. Einige der Stoffe werden aus Bio-Baumwolle hergestellt.

Bio Baumwolle ist Baumwolle, die so hergestellt wird, dass ein möglichst geringer ökologischer Fußabdruck entsteht. Der Produktionsprozess von Bio Baumwolle behält die Bodenfruchtbarkeit und verschmutzt das Ökosystem dank der Verwendung von natürlichen Methoden ohne künstliche Substanzen nicht. Die konventionelle Baumwollproduktion macht 16% des weltweiten Einsatzes von Insektiziden und 7% der Pestizide aus. Bio Baumwolle wird ohne Chemikalien oder gentechnisch veränderten Organismen angebaut. Der Anbau von Bio Baumwolle ermöglicht einen geringeren Wasserverbrauch, da 80% der Pflanzen mit Regenwasser bewässert werden.

 Unsere Bio-Stoffe erkennst du an der entsprechenden Kennzeichnung. Alle Bio-Stoffe und die Tinten, mit denen die Stoffe bedruckt werden, sind GOTS-zertifiziert.

 

GOTS-Zertifikat - Was steckt dahinter?

Das GOTS-Zertifikat ist ein Standard im Produktionsprozess, der die Verwendung von Bleichmitteln, chemischen Substanzen und Farbstoffen während des Produktionsprozesses nicht zulässt. Der GOTS-Standard untersucht alle Phasen des Produktionsprozesses sowie die Liefer- und Vertriebskette usw. Stoffe, die gemäß dem GOTS-Standard zertifiziert sind, müssen zu mindestens 70% aus natürlichen, organischen Fasern bestehen. Ihr erkennt sie durch die entsprechende Kennzeichnung bzw. Auswahlmöglichkeit im Shop. 

Sind die andere Stoffe, die wir führen, auch ohne BIO-Siegel ökologisch?

 

Definitiv ja! 

Die Textilindustrie ist eine der umweltschädlichsten Branchen auf dem Markt. Textilfabriken sind weltweit für ⅕ der Wasserverschmutzung verantwortlich. Fast-Fashion-Marken verbrauchen jedes Jahr 79 Billionen Liter Wasser. Ökologische Mode besteht aus Komponenten, die die Umwelt nicht so stark prägen und kümmert sich um die Verkürzung der Lieferkette - umweltfreundliche Marken kooperieren mit lokalen Produzenten.

Unsere (Nicht-Bio-)Stoffe werden in der EU gewebt und bedruckt. Letzteres geschieht im Digitaldruckverfahren. Hierfür werden dieselben geruchlosen Pigmenttinten auf Wasserbasis eingesetzt, wie für den Druck der Bio-Stoffe. Sie sind extra für den Textildruck entwickelt worden. Diese Technologie ist umweltfreundlich und nicht gesundheitsschädlich. Während des gesamten Druckprozesses wird vor allem beim Baumwollgewebe kein Gramm Wasser verbraucht. Der fertige Druck wird mit hoher Temperatur fixiert. Im Unterschied zu anderen Drucktechnologien werden hierbei keine zusätzlichen chemischen Substanzen und Fixierer verwendet.

Alle Stoffe, die wir führen, haben ein ÖKO-TEX-Zertifikat, das ein weltweit führendes Sicherheitskennzeichen für Textilien darstellt. Produkte mit diesem Label sind frei von Schadstoffen. Sie sind daher besonders für Kinderbekleidung und Accessoires geeignet, zu denen Hautkontakt besteht.

 

Viele andere Anbieter - auch im Bereich des Kleingewerbes und der Vermarktung von Eigenproduktionen - greifen auf kostengünstigere Druckereien zurück. Hier wird Verwendung von chemischen Fixierern für einen günstigeren Endpreis akzeptiert. Nach dem Waschen sind diese Stoffe auch für die Kinderhaut sicherlich unschädlich und größtenteils ÖKO-TEX-zertifiziert, dadurch ist eine besondere Kennzeichnung für die Verwendung von Chemikalien nicht erforderlich. 

Unsere Motivation ist aber eine andere: Sowohl für die Haut unserer Liebsten, als aber auch für die Umwelt wollen wir mit einem guten Beispiel in der Textil- und Modeindustrie zum Umdenken anregen und neben einigen vorangehen. Wir sind verliebt in die Handmade-Philosophie und hoffen diese mit der Auswahl unserer Stoffe in einem weiteren Aspekt abrunden zu können. Wir sind stets aufmerksam und interessiert, noch fairere, ökologischere, nachhaltigere und preiswertere Angebote für unsere Kunden zu entdecken. Bis dahin freuen wir uns sehr darüber,  unsere Stoffe und Bio-Stoffe zu fairen Preisen anbieten zu können.

Doch was unterscheidet Linaeht nun zu anderen Stoffhäusern oder Einzelunternehmen, die ebenfalls Eigenproduktionen anbieten? 

 

Die meisten fokussieren sich auf den Verkauf ihrer eigenen Motive, die schon ein starkes Alleinstellungsmerkmal in dem Sektor ausmachen und die Kaufkraft steigern können. Um den Gewinn höchstmöglich zu steigern, wird häufig auf günstige Stoffdruckereien im Ausland zurückgegriffen, die einer breiten Masse das Bedrucken von eigenen Stoffen zu niedrigen Preisen ermöglichen. Der Preis für einen laufenden Meter richtet sich nach der Bestellmenge. Ein geringer Meterpreis kann durch die Kaufmenge, aber vor allem auch durch eine günstige Produktion angeboten werden. Hierbei wird oft der Einsatz von Chemie in der Produktion bevorzugt, um den Preis für die bedruckten Stoffe durch eine weniger zeitaufwendigere und günstigere Produktion dauerhaft niedrig halten zu können. Auf den Websites dieser Anbietenden ist leider nicht aufgeführt, welche Chemie sie beispielsweise zum Fixieren der Farbe verwenden, woher sie ihre Baumwolle beziehen oder wo diese gewebt wird. Gerade im Bereich der eingesetzten Chemikalien in der Textilindustrie warnte Greenpeace bereits vor über 3500 krebserregenden, hormonell wirksamen oder anderweitig giftigen Inhaltsstoffen (https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20151123_greenpeace_modekonsum_flyer.pdf, Stand 11/2015). Für Linaeht war das Risiko zu hoch, keine eindeutigen Aussagen über die Produktion der eigenen Artikel gewährleisten zu können. Bei Linaeht stand somit nicht der Verkauf der Produkte allein im Vordergrund. Mit der Entscheidung ein Kleingewerbe im Bereich der Näharbeiten und Textilveredelung zu gründen, bestand auch gleichzeitig der Gedanke an die soziale Verantwortung. Das „Handmade“-Gewerbe ist das Aushängeschild für nachhaltige Produktion. Da Stoffe in der Handarbeit vor allem für die Produktion von Kinderbekleidungen verwendet werden, wurde die soziale Verantwortung bei Linaeht gleich zu einer primären Geschäftsstrategie, die von der Produktion bis zum Versand stetig weiterentwickelt wird. Durch den Verkauf der Produkte möchte Linaeht nicht nur zur kreativen Handarbeit motivieren oder Freude verschenken, sondern gleichzeitig den Endkundinnen und Endkunden auch ein Qualitätsversprechen hinsichtlich Herstellung, Inhaltsstoffen und Produktqualität bieten und über Themenbereiche wie „Slow Fashion“, „Umweltschutz in der Textilindustrie“ und „Faire Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie“ aufklären. Für Linaeht ist das Arbeitsfeld der „Slow Fashion“ oder allgemein der Handarbeit nicht nur ein Handwerk, sondern auch eine Überzeugungsfrage.*

 

* Alle dargestellten Zahlen und Fakten stammen von den Websites unserer GeschäftspartnerInnen CottonBee und Lebenskleidung

Umweltfreundliche und soziale Produktion auf allen Ebenen

Da Linaeht auch andere Produkte anbietet und alle Artikel deutschlandweit verschickt, ist das Gesamtkonzept besonders entscheidend. Neben den bereits oben zahlreich genannten Missständen in der Textil- und Modeindustrie sind eine Vielzahl noch nicht genannt worden. Kinderarbeit, schlechte Arbeitsbedingungen auf Baumwollplantagen und in Nähereien, sowie eine unzureichende Bezahlung der Arbeiterinnen und Arbeiter sind nur eine handvoll sozialer Missstände. Auch der Tierschutz ist ein zentrales Thema in der Textilindustrie: Die Verwendung und gewaltsame Entnahme echter Tierfälle von Kaninchen und Co., sowie gewaltsam entnommene Schafswolle sind nur zwei Beispiele einer langen Liste. Doch Missstände finden nicht nur in anderen Gebieten dieser Welt statt: Unzureichendes Recycling, das Verschicken des nationalen Abfalls in andere Länder und unverständliche Verordnungen, die den Verzicht von Plastikverpackungen in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie unmöglich machen, sind zentrale deutsche Themen. Wissenswert ist u.a. das jede Bürgerin und jeder Bürger pro Jahr rund 16 Kleidungsstücke wegwirft. Nur bis zu 10% der Altkleider gehen an Bedürftige. Das entspricht etwa 1,1 Mio. Tonnen Textilien pro Jahr, die nur in Deutschland weggeworfen werden. Auch in weiteren Konsumsektoren sind ökologische Defizite erkennbar, die mit der Globalisierung und dem Welthandel jedoch Hand in Hand gehen. Wir sind es mittlerweile gewohnt, jegliche Dinge aus allen Ländern nahezu über Nacht geliefert zu bekommen – und das noch zu stetig günstigeren Preisen. Auch hier gäbe es zahlreiche Negativbeispiele in Bezug auf Umweltschädigungen, prekären Arbeitsbedingungen und mehr. Doch was kann Linaeht außer der ökologischen und nachhaltigen Stoffproduktion noch dazu beitragen, umweltbewusster zu verkaufen? Hier nur einige Beispiele von Unternehmungen, die heute bereits feste Bestandteile der Arbeit sind:

 

  •              kompostierbare und ökologische Give-Aways

  •              klimaneutral hergestellte Papeterie

  •              Flyer auf Naturpapier

  •             Versand mit DHL Go Green

  •            Versandkartons aus Graspapier

  •            Verwendung von Papier-Paketband

  •              lokaler Materialeinkauf

  •             Produktionen innerhalb der EU

  •             Beachtung der Arbeitsbedingungen bei Produktionspartner*Innen

  •              Spende der Stoffreste bspw. an Kitas

  •            Unterstützung von Unternehmen, die Nachhaltigkeit, Empowerment,

           Geschlechtergleichberechtigung, Tierschutz, bessere Arbeitsbedingungen,

           Kinderschutz, kurze Transportwege, Umweltschutz usw. fördern

 

Alle handgefertigten Produkte werden von Lina Schlupp persönlich produziert.

Vorsicht bei der Marketing-Falle!

Viele Unternehmen werben heute mit dem Banner der nachhaltigen und fairen Produktion. Um zu erfahren, ob die Produkte, die man erwerben möchte, wirklich nachhaltig, ökologisch und fair produziert worden sind, ist es besonders wichtig darauf zu achten, woher die Rohstoffe kommen und wo die Endprodukte produziert wurden. Wie transparent sind die Unternehmen und geben sie die Namen und Standorte der Fabriken und Plantagen preis? An dem Beispiel der italienischen Stadt Prato lässt sich diese Marketing Strategie gut verdeutlichen. Dort sind insgesamt rund 2500 chinesiche Textilunternehmen ansässig. Händler verdienen mit der Auszeichnung "Made in Italy" viel Geld, wobei diese Kleidungsstücke zwar in Europa, jedoch nicht immer unter fairen Bedingungen für die Arbeitnehmenden produziert wurden. Außerdem ist es oft nicht nachvollziehbar, woher die verwendeten Rohstoffe stammten. Ähnlich ist es bei den großen Fast Fashion Unternehmen. Sie werben für ihre nachhaltige Kleidung, da sie vielleicht tatsächlich aus Bio-Baumwolle gefertigt wurden. Doch heißt das im Umkehrschluss nicht immer, dass die Färbung chemiefrei oder unter die Produktion unter fairen Arbeitsbedingungen verlief. Es ist der Blick in die richtige Richtung, doch es ist noch ein langer Weg. 

Bezeichnung und Merkmale: 

 

Unsere Stoffe bestehen entweder aus 100% Baumwollgewebe (bspw. Cretonne 121 g/m², Gabardine 272g/m²) oder sind mit Lycra und Polyester beigewebt (z.B. Single Jersey Lycra 200g/m², Sweatshirtstoff 250g/m²). Letzteres bedingt die Elastizität der Stoffe.

Sweatstofff 250g/m²:

90% Baumwolle, 10% Polyester

 

Maximale Druckbreite: 147 cm

 

Maβänderung nach der Wäsche: -1,5% der Länge und -1,5 % der Breite

 

Der Digitaldruck auf dem Sweatshirtstoff ist sehr lange haltbar und kann bei einer Temperatur von bis zu 40 Grad in der Waschmaschine im Schonwaschgang gewaschen werden. Der Polyesterfaden wird innerhalb des Stoffs geführt und beim Tragen der Kleidung berührt er die Haut nicht. So trägt man nur die Baumwolle auf der Haut. Der Zusatz von Polyester ist ein großes Plus - er hält den Stoff länger in seiner ursprünglichen Form, dehnt sich nicht aus und der Stoff selbst ist stärker und haltbarer. Der Sweatshirtstoff ist auf einer Seite glatt und auf der Innenseite mit einer charakteristischen Schlingenstruktur bedeckt. 

Single Jersey 200g/m²:

92% Baumwolle, 8% Lycra

Maximale Druckbreite: 156 cm

 

Maβänderung nach der Wäsche: von -5% bis -6% der Länge und -4% bis -5% der Breite.

 

Wir lassen Baumwolljersey mit beigemischter Lycra bedrucken - elastischem Strickfaden, der den Nähstoff dehnbar und reißfest macht. Single Jersey mit Lycra ist die perfekte Wahl für diejenigen, die trotz guter Elastizität des Stoffes nicht auf die natürlichen Eigenschaften von Baumwolle verzichten wollen. Aufdrucke auf Single Jersey mit Lycra halten super und die Pflege der Stoffe ist sehr angenehm – du kannst sie in der Waschmaschine bei einer Temperatur von bis zu 40 Grad waschen!

Cretonne 121g/m²:

100% Baumwolle

Maximale Druckbreite: 156 cm

Maßänderung nach der Wäsche: Für gewöhnlich läuft Baumwollfaser selbst bei hohen Temperaturen nicht ein. Dennoch kann es wie bei den anderen Stoffen passieren, dass auch die Baumwollfaser nach dem Waschen mit hohen Temperaturen in geringen Maßen einläuft. Daher wird auch hier empfohlen, den Baumwollstoff vor dem Verarbeiten zu waschen. 

Cretonne ist ein leichtes Baumwollgewebe in Leinwandbindung mit einem Gewicht von 121g/m². Unsere Cretonne-Stoffe werden in Polen gewebt. Der Cretonne, den wir bedrucken lassen, besteht aus 100% Baumwolle. Er ist sehr vielseitig und einfach zu nähen, sowie pflegeleicht. Die perfekte Wahl für alle, die natürliche, atmungsaktive Stoffe schätzen.

Gabardine 272g/m²:

100% Baumwolle

Maximale Druckbreite: 147 cm

Maßänderung nach der Wäsche: Gabardine kann nicht in der Waschmaschine gereinigt werden. Auch das Vorwaschen ist nicht zu empfehlen. Gabardine sollte möglichst in eine Reinigung gebracht werden, um möglichst lange etwas von dem Material zu haben. 

Gabardine ist ein dicker, eleganter Stoff mit einer schrägen Webart und einem Gewicht von 272 g/m². Gabardine ist eine perfekte Wahl, wenn du Nähstoffe mit individuellen Prints als Grundlage für robustere Wohnaccessoires und dickere Oberbekleidung verwenden möchtest.

Unsere Gabardine ist ein toller Stoff zum Nähen von Vorhängen, Kissen, Decken usw. Sie eignet sich auch perfekt als Polsterstoff!

Wie die Stoffe bestmöglichst zu reinigen und pflegen sind, erfahrt ihr hier: